Hornissen und Wespen – wie mache ich es richtig?

Hornissen und Wespen - wie mache ich es richtig?

Hornissen und Wespen – wie mache ich es richtig?

Auch in Uhldingen-Mühlhofen gibt es jeden Sommer viele Fragen zu diesem Thema zu beantworten. Mal können Kaffee und Kuchen im Freien nicht genossen werden, ist gar der Kindergeburtstag im Garten gefährdet, mal brummt’s im Rolladenkasten. Haben sich Wespen oder Hornissen am Haus eingenistet, stellt sich die Frage: Feuerwehr? Polizei? Wer ist eigentlich Ansprechpartner, wenn diese Insekten zu aufdringlich werden? Mit dieser Information wollen wir gerne ein paar Tipps, Antworten und Hilfestellungen geben und nicht zuletzt Ansprechpartner nennen.

Ein Wespenleben ist kurz Wespen- und Hornissenvölker haben nur einen Sommer lang Bestand. Nachdem Anfang Mai eine in Starre überwinternde Königin einen geeigneten Nistplatz gefunden hat, entwickelt sich das Volk innerhalb der folgenden Wochen bis zum Maximum im August bis September – bemerkt werden sie oft erst dann – und stirbt im Herbst bereits wieder ab. Nur Jungköniginnen überwintern an einem geschützten Ort und suchen sich im folgenden Jahr einen neuen Nistplatz. Der Lebenszyklus beginnt von Neuem. Aber keine Angst: Das alte Nest wird dazu nicht wieder angeflogen bzw. verwendet!

Gefahren: Volksweisheiten wie: Drei Stiche der Hornisse töten einen Menschen und sieben ein Pferd, sind natürlich falsch. Der Stich ist nicht gefährlicher als der einer Honigbiene oder Wespe. Er kann durch den längeren Stachel wohl aber als schmerzhafter empfunden werden. Überhaupt stechen diese Insekten nur bei ärgster Bedrängnis. Gesunde Menschen, auch Kinder, sind weder durch Hornissen, noch Wespen- oder Bienenstiche gefährdet. In Ausnahmefällen kommt es bei Menschen mit Allergien auf die im Gift enthaltenen Eiweißstoffe auch zu schwerwiegenderen Reaktionen. In diesen Fällen sollten vorher Gegenmaßnahmen mit dem Hausarzt besprochen und im Notfall auch der Rettungsdienst in Anspruch genommen werden.

Handlungsbedarf: In jedem Fall sollte genau geprüft werden, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Meist lässt sich mit ein wenig Umsicht die kurze Zeit mit den Tieren leben. Vor einer Umsiedlung oder gar Vernichtung der Tiere sind andere Möglichkeiten zu bedenken: Ein Fliegengitter vor den Fenstern verhindert das Einfliegen und schützt gleichzeitig vor Stechmücken. Manchmal kann man mit einer Stellwand die Ein- und Ausflugschneise günstig verändern. Wo Fallobst liegt, sollte nicht barfuß gelaufen werden und mit ruhigen Bewegungen reizt man die Tiere auch nicht. Zum Nest einen gewissen Abstand einzuhalten, sollte selbstverständlich sein. Mit etwas Fantasie kann der Naturfreund in vielen Fällen das Problem entschärfen, ohne die Tiere zu beseitigen. Muss wirklich gehandelt werden, stehen Ihnen sachkundige Berater mit Rat und Tat zur Seite.

Gesetzlicher Schutz: Alle heimischen Tiere genießen einen allgemeinen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Danach dürfen sie nicht ohne vernünftigen Grund gefangen oder getötet werden. Die Hornisse ist darüber hinaus besonders geschützt. Sie ist durch die Zerstörung der Lebensräume mittlerweile recht selten geworden und deshalb auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen zu finden. Deshalb ist auch vor einer Umsiedlung eine Genehmigung durch die Naturschutzbehörden einzuholen.

Hilfe: Behördenrufnummer 115

Landratsamt Bodenseekreis, untere Naturschutzbehörde 07541/204-5363

Ehrenamtlicher Fachberater für Hornissen- und Wespenfragen: Herr Wehrle Tel.: 07551 61681

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